Schulen werden gesucht

Nach dem Erfolg der vergangenen zwei Jahre wird das Schulprojekt bis November 2017 fortgesetzt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Niedersächsischen Schulen, aber auch Schulen aus anderen Ländern können – wenn auch mit weniger Unterstützung unsererseits – die Lesung veranstalten.

Zum Folder des Nds. Schulprojektes

Wir möchten Schülerinnen und Schüler in allgemein- und berufsbildenden Schulen (ab Klasse 9) dazu anregen, sich aktiv mit dem Thema Flucht und Asyl auseinanderzusetzen und sie dabei unterstützen, die Lesung selbständig zu präsentieren.

Ziele des Schulprojekts

Sie sind:

  • Jugendliche auf die Flüchtlingsproblematik aufmerksam machen und dafür zu sensibilisieren;
  • die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber Flüchtlingen erhöhen und die Willkommenskultur fördern;
  • die Arbeit von anerkannten Organisationen unterstützen, die sich für Flüchtlinge einsetzen.

Mitwirkung der Schulen

Die Mitwirkung der Schulen gestaltet sich in drei Phasen.

Phase A

Die Schule beschließt ihre Teilnahme am Projekt und schließt mit uns darüber eine Vereinbarung

Dabei entscheidet sie auch den didaktischen Rahmen des Projekts. Die Lesung kann zum Beispiel am Anfang bzw. am Ende eines Projekttages/einer Projektwoche zum Thema Flucht und Asyl oder im Zusammenhang mit dem Fachunterricht vorgestellt werden. Die diesbezügliche Entscheidung trifft die Schule. Wir bieten der Schule Hilfen, um sich mit dem Thema so fundiert wie möglich auseinander zu setzen.

Phase B

Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern (Klasse, Kurs, AG) bereitet die Lesung vor. Gleichzeitig setzt sie sich mit dem Thema der Lesung auseinander. Wir beraten die Schulen, damit die Lesung optimal realisiert werden kann. Dabei werden wir einen kreativen Umgang mit den vorgesehenen Materialien fördern. In Abstimmung mit Schulleitung und Lehrkräften erläutern wir vor Ort das Projekt und die Materialien.

Folgende Materialien stellen wir den Schulen kostenlos zur Verfügung:

  • das Skript der Lesung für die Sprecherinnen und Sprecher;
  • die Musik-CD „Lampedusa, 3. Oktober 2013“, die wir 2014 mit Francesco Impastato und Girafe Music & Publishing produzierten;
  • die PowerPoint-Präsentation mit Bildern vom „Archivio Storico Lampedusa“ und aus anderen Quellen;
  • die besondere Fassung des Skripts für die Techniker/innen (Licht, Ton, Bilder);
  • ein von uns erstelltes Handbuch zur szenischen Lesung mit umfassenden Informationen zu allen Aspekten des Projekts (vom Ablauf der Veranstaltung bis zur Vorbereitung von Werbematerialien, von Anleitungen für die Sprecherinnen und Sprecher bis zu technischen Vorgaben);
  • ein Heft zum Thema „Flucht und Asyl“ (leider sind keine Exemplare mehr vorrätig).

Unsere Beratung erstreckt sich sowohl auf die inhaltlichen als auch auf die organisatorischen Aspekte. Schon die Vorbereitung der szenischen Lesung seitens der Schülerinnen und Schüler erfordert eine realitätsnahe Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten des Themas (zum Beispiel: Gründe und Herkunft der Flüchtlinge; Risiken, die sie auf sich nehmen, um Europa zu erreichen; Flüchtlingspolitik der EU; Aufnahme von Flüchtlingen in Niedersachsen, Vorurteile und Willkommenskultur; Fremdenfeindlichkeit).

Zur Vorbereitung der Lesung gehören neben dem fachlichen und organisatorischen Teil – Lesetechnik, Erarbeitung von möglichen Varianten der Inszenierung, Wechselspiel Ton, Licht und Bild, Werbung – das Einholen und Verarbeiten von Informationen über Flüchtlingsheime vor Ort und die Arbeit der Flüchtlingsorganisationen bzw. zuständigen Behörden sowie über die sozialen und politischen Aspekte des Themas. Wir werden außerdem für die von den Schulen organisierten Veranstaltungen geeignete Werbematerialien (Poster, Folder) erstellen und drucken lassen.

Phase C

Schülerinnen und Schüler präsentieren die Lesung. Geplant sind pro Schule zwei Lesungen, eine für die Schulgemeinschaft und eine für die Öffentlichkeit. Beide sollten von der beauftragten Schülergruppe gestaltet und in den Räumen der Schule präsentiert werden. Nach der Lesung sollte das Gespräch mit geladenen Gästen und Beteiligung des Publikums stattfinden.

Falls eine im Projekt mitwirkende Schule eine Lesung an einem Ort organisiert, an dem auch eine Lesung mit einem anderen Partner stattfinden könnte, werden wir der Schullesung den Vorrang geben.

Was wir tun

Zur Realisierung des Projekts übernimmt unsere Arbeitsgruppe folgende Aufgaben:

  • Vorbereitung und Verbreitung von projektbezogenem Infomaterial;
  • Erstellung und Verbreitung des Hefts „Notausgänge“ zum Thema Flucht und Asyl;
  • Kontaktaufnahme mit interessierten Schulen;
  • Abschluss einer Vereinbarung mit den Partnerschulen;
  • Klärung des didaktischen Rahmens, in dem die Lesung vorbereitet und präsentiert werden soll (die Entscheidung treffen die Schulen);
  • Zusendung der verschiedenen Materialien an die Schulen (s. weiter im Text);
  • künstlerische und technische Begleitung und Beratung der Klassen/AG/Kurse, die die Lesung präsentieren;
  • Hilfe bei der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema; Vermittlung von Kontakten zu Behörden und Flüchtlingsorganisationen, die sich vor Ort um Flüchtlinge kümmern;
  • Herstellung von Werbematerialien (Plakate und Folder) für die öffentlichen Veranstaltungen der Schulen.

Notausgänge

Auch das Heft „Notausgänge“ kann hier heruntergeladen werden! Es wurde von Brigitte Bialkowski, Hartwig Heine, Marcella Heine und Georg Mesch verfasst. Claudia Mentzen war für die Grafik zuständig. Alle am Projekt teilnehmenden Schulen erhalten 50 Exemplare des Heftes.

Mehr Infos zum Heft „Notausgänge“