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10.07.2017 – Pressemitteilung

Die szenische Lesung „Ein Morgen vor Lampedusa“ wird achtzehn Mal im Rahmen des Projekts „Mit Sicherheit gut ankommen“ von OUTLAW.die Stiftung präsentiert

Die ehrenamtliche Arbeitsgruppe aus Hannover, die die mehrfach ausgezeichnete szenische Lesung „Ein Morgen vor Lampedusa“ realisiert hat, wird demnächst festen Bestandteil des MSGAN-Projekts sein.

Beim Projekt von „OUTLAW.die Stiftung“ werden zwei Schiffen von Ende Juli (Bremen) bis Ende September (Berlin) entlang der deutschen Nordseeküste und kreuz und quer durch Deutschland über Flüsse und Kanäle fahren. An Bord werden 70 Kupferfiguren von Flüchtlingen des dänischen Künstlers Jens Galschiøt sein. Eine der Schiffen ist die „Al-hadj Djumaa“. Es war im Sommer 2013, aus Ägypten kommend, mit 217 Eritreern und 65 Äthiopiern an Bord vor Lampedusa von der italienischen Küstenwache beschlagnahmt worden.

Von einem vergleichbaren Boot mit 550 Flüchtlingen an Bord – fast alle Eritreern – erzählt die mehrfach ausgezeichnete Lesung von Antonio Umberto Riccò mit Musik von Francesco Impastato. Die Lesung erinnert an die Tragödie, die am vom 3. Oktober 2013 vor Lampedusa geschah. Der Text besteht vorwiegend aus Zitaten von Überlebenden und ihren Rettern, die abwechselnd von Sprecherinnen und Sprecher des „Spielkreis Theater der Matthias Kirche Hannover“ vorgetragen werden. In Emden, Münster, Duisburg, Neuruppin und Postdam werden lokale Sprechergruppe mitwirken.

Inzwischen wurde die Lesung – die als soziale Projekt angelegt ist – in Deutschland und in Italien fast 260 Mal vor 23.000 Zuschauern präsentiert. Die Veranstaltungen wurden in Zusammenarbeit mit 420 Schulen, Vereinen, Kirchengemeinden, Städten und Gemeinden, Gewerkschaften, Parteien usw. organisiert. Über 1016 Sprecherinnen und Sprecher haben den Text der Lesung vorgetragen. 233 Technikerinnen und Techniker mitgewirkt. Fast 70.000 € wurden von den Zuschauern gespendet. Damit war es möglich die Arbeit von 180 Flüchtlingsorganisationen und Projekten finanziell zu unterstützen.

Fotos für die Presse

Als Quellennachweis bitten wir Sie immer Folgendes anzugeben: „Archivio Storico Lampedusa / Fabio Giovanetti“.